Hier ein kleiner, sehr subjektiver, aber unabhängiger Test des N97 mini:

Verarbeitung / Qualität:

Das Gerät ist super verarbeitet, es knarzt nichts, das “Spaltmaß” (dachte vorher das gibts nur bei Autos), ist super, zwischen Unter- und Oberseite (Tastatur – Display) gibts es nur einen winzigen Zwischenraum. Dieser fällt kaum auf. Wenn man nicht weiß, dass es sich um ein Gerät mit Klapp-Mechanismus handelt, bemerkt man diesen wahrscheinlich gar nicht. Das Handy macht subjektiv einen edlen Eindruck, dem Metall-Rahmen und der Alu-Rückseite ist dies gedankt. Der Akku-Deckel ist allerdings nur eingesteckt und wird innen durch zwei “Nasen” gehalten. Ein versehentlicher Wurf des Geräts auf den Teppich liess ihn sofort abspringen. Da ist der Klick-Verschluss vom z.B. E75 besser, da muss man einen kleinen Knopf drücken, damit der Deckel aufspringt.

Die Tastatur ist solide und es wackelt nichts herum (Tasten sind sehr flach und gut eingefasst). Das Zubehör ist ebenfalls gut designed und macht einen guten Eindruck. Nur das Netzteil ist sehr leicht und es klappert drinnen etwas, wenn man es schüttelt. Vom Anblick und der Haptik macht auch das Stereo Headset einen sehr sauberen Eindruck. Ein Applaus an Nokia, nicht nur billige gameboy-mäßige Kopfhörer beizulegen, sondern In-Ear-Kopfhörer, die auch in Elfenohren halten; mit dabei, 3 verschiedene Gumminoppengrößen.

Einzig der Screen, genauer, die Plastik-“Folie” passt nicht so ganz zu dem sonst sehr edlen Look. Besonders eine leichte Wölbung bei der Ohr-Muschel kann man sehen, was die Oberseite sehr plastikmässig erscheinen lässt (kann auch an meinem Gerät liegen – beim lokalen MM ist es mir nicht aufgefallen).

Benutzung / Usability:

Hardware

Der Touchscreen ist resistiv, nicht kapazitativ wie etwas beim Iphone, daher muss man etwas mehr Druck aufwenden, um z.B. zu scrollen oder Apps zu starten. Aus meiner Erfahrung, ist dies aber kein Manko, man kann die Sensitivität und die Fingergröße im Menü einstellen und mit etwas Feintuning passieren kaum Tippfehler aka ungewolltes Öffnen von Programmen o.Ä. Mit dem Fingernagel oder einem spitzen Gegenstand lässt sich wunderbar genau arbeiten (Bildschirmtastatur im Opera-Browser z.B.). Sehr angenehm ist das Vibra-Feedback, das man bekommt, wenn man etwas auf dem Screen drückt. Dieses Feeback ist etwas was die Bedienung sehr viel angenehmer und intuitver gestaltet – trotz virtuellen Tasten “fühlt” man das Drücken (ein Plus ggü. dem Iphone).

Die Hardware-Tastatur ist sehr angenehm zu bedienen, der Druckpunkt der Tasten könnte allerdings etwas prägnanter sein, dafür sind die Tasten bzw. die Sensoren darunter sehr sensibel. Selbst wenn man die Taste nicht “durchdrückt” wird jedoch der Buchstabe eingegeben. Die Tastenbelegung ist sinnvoll und anscheinend etwas verändert (-bessert) gegenüber dem großen Bruder N97. So liegen z.B. “.” und “,” auf eigenen Tasten und müssen nicht über “Function” eingefügt werden. Was häufig moniert wird, ist dass die Leertaste “zu weit” rechts liegt. Dies empfinde ich als Vorteil, da eine Hand (bei mir rechts) immer das Gerät halten muss und der Daumen genau darüber liegt – man kann sie also sehr leicht erreichen. Dies ist aber wohl sehr subjektiv. Ein richtiger Kritikpunkt ist dies in meinen Augen trotzdem nicht, da man sich in jedem Fall auf die kleine Tastatur einstellen muss (wegen der Umlaute etc), nach einer kurzen Gewöhnungsphase ist das abgehakt. Ein fettes Plus sind die Richtungstasten, die perfekt liegen, wo sie hingehören und die Wippe vom N97 ersetzt haben.

Sehr cool ist der Abstandssensor, der den Screen deaktiviert, wenn man sich das Gerät ans Ohr hält und ihn wieder “belebt”, sobald man es vom Kopf wegnimmt. Es besteht so auch während des Sprechens nicht die Gefahr des Button-Spektakels mit dem Ohläppchen oder dem Gesicht (das Gerät ist also “hohe-Wangenknochen-kompatibel”).

Als sehr angenehm empfinde ich auch den Winkel des Displays, bei freigestellter Tastatur. Eine wahre Freude ist der Schiebe-Taster für die Tasten-/Screensperre. So einen Button habe ich bis jetzt bei jedem meiner Handys schmerzlich vermisst. Diese 2-Tasten-Drückerei bei Barren-Format Handys ist einfach die Pest. Umso begeisterter bin ich von dem Schieber und einer leichten Vibration, die das Gerät einschlafen bzw. aufwachen lässt! Ein riesenfetter Pluspunkt!

Die Kamera hat keine Abdeckung mehr wie beim N97, was wahrscheinlich besser ist, als eine einzubauen, die dann selber die Linse zerkratzt – man siehe diverse Foren (Qualitätsmanagement?!). Ein bisschen komisch mutet es dennoch an, nichts zu haben, was die Linse schützt, da das Telefon direkt auf der Erhöhung von der Kamera liegt, wenn es mit dem Display nach oben liegt. Die Linse selber ist jedoch etwas zurückversetzt (ca. 0,5 mm), so dass das Glas nicht die Tischplatte/whatever berührt. Ein Sand- oder Zuckerkorn (letztens beim Latté schlürfen) sollte aber reichen, um hier bleibende Spuren zu hinterlassen. Dies ist in meinen Augen ein kleines Manko. Die Rückseite so zu gestalten, dass das Telefon immer angewinkelt liegt, würde hier für den nötigen mm mehr Abstand sorgen, damit (noch) weniger Risiko besteht. Die 5MP Fotos sind dafür jedoch sehr brauchbar, ebenso die Videos, die in immerhin 640*480 oder nHD 640*360 Pixel aufnimmt. Über die Bildqualität lass’ ich mich hier nicht aus, zum Knipsen reicht es und nachts geht nicht viel – Überraschung! Es ist nur ein Handy.

Nicht so pralle ist die Implementierung des Musikplayers von der Hardware her. Das Headset ist gut verarbeitet und die In-Ear-Plugs sind klasse, wenn man diese aber das erste Mal einsteckt, passiert nichts – kein Sound. Googlen gibt die Lösung vor: Rein und Raus. Dann geht es (!). Ja, so muss es sein. Wenn man dann die Tasten an der Kabelfernbedienung nutzt, gibt es jedes Mal eine leise kleine Rückkopplung bzw. ein elektrischen Summen/Fiepen, dass man sehr gut vernehmen kann. Auch ein Drehen oder Drücken am 3,5 mm Klinkeneingang wird gelegentlich mit einem Knacksen quittiert. Ob dies dann doch am Headset, dem Kopfhörereingang oder dem Soundchip liegt? Man weiß es nicht, es klingt halt nur ein bisschen nach mäßigem Qualitätsmanagement bei den Audiokomponenten. Die Tonqualität ist jedoch gut, sowohl über Kopfhörer, als auch den Lautsprecher.

Die Tonqualität insgesamt ist gut, es gibt nichts auszusetzen, weder beim normalen Telefonieren noch beim Freisprechen. Die Verbindungen werden gefühlt schneller aufgebaut als mit meinem alten SE K800i (gleiche Funkzelle). Außerdem braucht das Handy nur 40 Sek. zum booten, dann ist Netz da und es kann losgehen.

Zur Akkuleistung kann ich mich nur den vielen anderen Tests anschließen: Der Akku ist für ca. 36h gut (s. auch Update unten). Danach will er wieder ans Döschen. 4h Navi über Bluetooth-GPS-Modul, bei gleichzeitigem GSM Empfang reichen um einen vollen Akku ganz zu entleeren. Bei mäßiger Nutzung, 6h Ruhepause (off) des Nachts und deaktiviertem 3G kommt man auf ca. 2,5 Tage Durchhaltevermögen. Nach ca. 90-100 Minuten ist die Batterie wieder frisch.

Software

Ein kritischer Hard-/Software-Punkt ist die schräge Hardwaretaste links neben den “Touch”-Buttons für Anrufannahme bzw. Auflegen. Diese hat einen recht kräftigen Druckpunkt und sie stört das gesamte Touchfeeling der Bedienung via Touchscreen. Will man ins Menü, ist man ständig versucht, die virtuelle “Optionen”-Taste direkt darüber zu drücken, mit der man dann jedoch nur Einstellungen am Home-Screen vornehmen kann. Dieser Punkt wird wahrscheinlich sehr unterschiedlich wahrgenommen, da diese Belegung auch verhindert, dass man ungewollt ins Menü geht und Einstellungen verändert, weil etwas den Touchscreen drückt, wo es nicht soll. Insgesamt also nichts Katastrophales, aber etwas das mich leicht stört.

Ein Punkt der mir aufgefallen ist, ist, dass Nokia anscheinend mit jedem Symbian Update das komplette Menü umstrukturiert. Als ehemaliger SonyEricsson Nutzer finde ich das Menü bei Nokia eh schon verwirrend, aber zwischen dem OS S60 v3 und dem S60 v5 gabs nochmal große Veränderungen. Das muss selbst für eingefleischte Nokia-Nutzer anstrengend sein. Z.B. sind in v5 Kamera und  Karten mit unter Programme (2. Untermenü), vorher waren die unter dem ersten Menü (bei Einstellungen etc.). Ebenso ein Desaster ist das einrichten eines WLAN-Zugangs. Diesen findet man nicht etwa unter “Internet” (1. Menüebene) – da geht‘s direkt zum Browser – sondern unter “Menü ->Einstellungen -> Verbindungen -> Ziele”. Macht halt Spass so die basalsten Dinge mit einem “Business-Communicator” machen zu wollen und jeden Sch**** erstmal googeln muss.

Was ich als störend empfinde ist, dass man sich im Home-Screen nur zwei Leisten mit je 4 Shortcuts legen kann. Man kann hier zwar darunter/darüber auch ein gesondertes Feld für den WLAN-Assistenten oder Kontakt-Favoriten hinlegen, aber nur 8 Shortcuts ist echt zu wenig. Die Shortcut-Leisten sind dafür frei arrangierbar – Hier bitte mehr Möglichkeiten, den Start/Home-Bildschirm selber zu gestalten (Wunschliste).

Extrem nervtötend sind die an jeder Stelle integrierten Shop-Verknüpfungen, dies ist aber nicht nur bei Nokia so, andere Hersteller sind ähnlich penetrant. In jedem Menü findet man mindestens einen Link auf den Ovi-, Musik- oder Sonstwasstore. Ist ja nur nett gedacht zum Geld verdienen, aber man sollte zumindest alle Store-Links deaktivieren können (á la iTunes) – kann sonst unterwegs sehr teuer werden. Ist nur noch was für die Wunschliste.

Ein Kritik-Punkt den man in allen Reviews im Netz finden kann, ist die Touch-Navigation in Menüs und Programmen, die nicht durchgängig gleich ist. Im Home-Screen reicht ein Druck, um ein Programm, die Kontakte oder Optionen zu öffnen. In dem “Programme”-Menü startet man die Programme mit einem Tipp – was mitunter nervig ist, weil man beim “kinetic-scrolling” ungewollt Programme öffnet. Ist man in den “Einstellungen” unterwegs, muss man plötzlich 2x Tippen um einen Menüpunkt zu öffnen. Nett gedacht, um Falschauswahl zu verhindern, aber diese Inkonsistenz nervt. Dies soll keine Kritik am “kinetic-scrolling” oder der Sensitivität des Screens sein, es ist nur so, als ob bei Nokia die Ingenieure die Softwareoberfläche mitgestaltet haben und gerne den Doppeltipp bei den Geräteeinstellungen wollten (von wegen Sicherheit und so). Da hätte der Chef-Software-Designer mal auf den Tische hauen müssen. Einfacher Ausweg um beide Mankos zu beseitigen: Doppeltipp zum Öffnen von Programmen (= kein ungewollter Programmstart mehr) und Einfachtipp zum Navigieren in “Einstellungen” – Punkt 3 für die Wunschliste.

Selbst das “kinetic-scrolling” ist nicht durchgängig – so muss man in Menüs generell von unten nach oben “wischen”, um weiter nach unten zu kommen. Gestaunt habe ich dann bei der Installation des Nokia-Emailprogramms, in dem die Lizenzvereinbarung sich nur durch Wischen in die andere Richtung, oben nach unten, lesen ließ. Jaja, ist halt noch nicht lange draußen die Symbian v5.

Ein Desaster ist der Nokia-eigene Browser. Da es Opera (lite) gibt will ich gar nicht lange klagen, aber der Nokia Browser ist einfach aus den 90ern (ha, das sitzt!). Die Oberfläche ist unintuitiv, Bookmarks lass sich nur über ein Untermenü aufrufen. Einfach gräulich. Da merkt man, dass Nokia die S60 Oberfläche noch nicht so lange für Touchscreens anbietet. Dem Browser sieht man mit am deutlichsten an, dass er für Telefone mit Steuerkreuz und ohne QWERTZ-Tastatur gemacht ist. Dieser Punkt ist zu vernachlässigen, da es wie gesagt sehr angenehme Alternativen gibt, allerdings ist dies einfach eine Blöße für ein Handy / PDA, dass als Kommunikationsmaschine vermarktet wird. Für das Unternehmen Nokia insgesamt eher ein Armutszeugnis, da es doch so gerne mit bei den mobilen Computern mitmachen will (N900, Nokia 770) – da dann keine gescheite Browserlösung offerieren zu können ist irgendwie ungut.

Softwareseitig fällt mir beim Musikplayer auf, dass er mit einer leichten Verzögerung auf Tasteneingaben reagiert (Screen und Haedsetfernbedienung) – dies tut zwar der Funktionalität keinen Abbruch, allerdings wirkt es unelegant. Man drückt “play” und es passiert eine halbe Sekunde nichts, dann spielt erst die Musik, genauso bei “pause”. Der Zeitraum ist so, dass man bei den ersten Malen versucht ist, 2x zu Tippen, weil sich nichts regt. Keine Ahnung, ob das jetzt rein softwareseitige Ursachen hat, aber in der Summe, mit den leichten Problemen von der Hardware her, macht der Player einen “clumsy” Eindruck – etwas behäbig und nicht ganz ausgereift. Schade bei einem Multimedia-Handy.

Bei allem Gemecker: Was man dem System zugute halten muss ist, dass es sich noch nicht aufgehängt hat, keine Programmabstürze passiert sind (da bin ich von WM5 und 6 anderes gewöhnt) und es insgesamt sehr flüssig und stabil läuft.

FAZIT:

Hardwareseitig ist am N97 mini wenig auszusetzen. Von den Maßen und dem Gewicht sowie der Verarbeitung her ist das Gerät ein angenehmer Begleiter in der Hosen- oder Jackentasche. Look & Feel sind wirklich handschmeichlerisch. Da gibt‘s nichts auszusetzen, außer man wird kleinlich und moniert (wie viele andere) die alternative Tastenbelegung und das Layout der QWERTZ-Tastatur oder stört sich sehr an dem hakeligen Musikplayer. Einziges wirkliches Manko auf der Hardwareseite wäre die geringe Akkuausdauer – die aber zu verschmerzen ist, wenn man den Funktionsumfang (BT, WiFi, 3G etc.) und das schöne große Display rechnet, die versorgt werden wollen. Allerdings verstehe ich hier die Hersteller nicht, da wohl die meisten Kunden die ein Smartphone / PDA in Betracht ziehen und daher sowieso schon mal bereit sind, sich einen, im Verhältnis großen Handy-Prügel zuzulegen, sicher 10-20g mehr Gewicht in Kauf nehmen würden, wenn sich dies in 12h mehr Akkulaufzeit niederschlägt.

Wie man schon an der Wunschliste sehen konnte, sind die meisten Mankos also durch das OS bedingt. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf bei Nokia. Was so sonderbar ist, ist dass alle (ausnahmslos ALLE) Kritikpunkte sich beheben ließen. Da Nokia in keiner Weise eine Vorreiterrolle einnimmt, weder hard- noch softwareseitig, sollte man annehmen, es würde versucht werden, Dinge besser als die starke Konkurrenz zu machen. Diesen Eindruck macht Nokia überhaupt nicht. Ausreden, dass Symbian halt nicht für Touch-Geräte gemacht ist, halte ich für ganz maue Ausreden: Dann macht es dafür, passt es an! Es ist ja auch was Anständiges dabei rumgekommen, ein gutes stabiles System, aber alle nötigen und in vielen Tests geforderten Veränderungen könnte man sofort implementieren! Tip: Lasst den User entscheiden, ob er den Doppelklick möchte oder nicht, macht den Scrollbalken alternativ breiter…

Hier ein kostenloser Ratschlag, der von McBeratung eine höhere 5-stellige Summe kosten würde – falls Nokia-Bedienstete dies lesen sollten: Die Bedienungsschwierigkeiten und die selbst für versierte Nutzer frickelige Menüführung kann man wahrscheinlich auf einen Schlag viel besser gestalten, wenn man die Ingenieure bei den Brainstormings der Softwareentwickler aussperrt. Alternativ bieten sich auch Marktforschung oder Beta-Tester an, um zu schauen was die Konkurrenz so macht bzw. was potentielle Kunden von dem Versteckspiel von Menüpunkten und der Einfach-Nichteinfach-Tipp-Politik halten.

Fazitfazit: Das N97 mini ist sehr zu empfehlen und vom Format sowie den Funktionen her ein sehr wohldurchdachtes Gesamtpaket. Die Software bzw. das OS muss aber dringend überarbeitet werden *aufupdatehoff*. Der Preis ist jedoch etwas zu hoch, für ein Telefon, das auf der Softwareseite so schwächelt. Der UVP legt mit 529,- EUR nur knapp unter der Benchmark, dem Iphone, dass es in diversen EU-Ländern unlocked ab ca. 575,- EUR gibt. Der Straßenpreis von ca. 430,- EUR (15.12.2009) ist schon angemessener und liegt im Rahmen für ein Gerät dieser Couleur.

Da ich so Bewertungen wie 90% oder 6 von 10 Sternen für wenig aussagekräftig halte, ziehe ich eine Bewertung im guten alten Schulnotensystem vor – das mag zwar auch für die Katz‘ sein um Kinder oder Handys zu bewerten, aber damit sind (fast) alle besser vertraut.

Hardware 1,3
Software 3,0

Wer mag, kann sich einen Schnitt bilden, wenn das dann glücklich macht (hint: 2,15).

Das Datenblatt für das Gerät kann man hier einsehen [Nokia.de]

Update 12.02.2010:
Einige Sachen die noch hinzuzufügen wären, nach “Langzeitnutzung” nach immerhin fast 3 Monaten:

  • Akkuleistung: Im GSM-Betrieb bei dezenter Nutzung (2 Telefonate/SMS pro Tag + einige Terminerinnerungen) hält der Akku locker 5-6 Tage. W-LAN kostet viel Akku, man kommt nur knapp einen Tag (ca. 12h) aus, wenn man permanent online ist.
  • Wenn der Akku auf den Rest geht und man Vibration bei Tastendruck (also Vibra-Feedback) eingeschaltet hat, setzt die Vibration ab dem letzten Akku-Strich manchmal aus und es ertönt nur ein hochfrequentes Fiepen. Da bekommt wohl das Vibrationsteil nicht genügend Saft. Fühlt / Hört sich komisch an.
  • Es gibt einen nervigen Bug, manchmal schaltet sich das Display einfach nicht aus, also in Standby – es bleibt einfach an, nur manuell mit dem Seitenschalter geht es dann aus. Alles gecheckt, es läuft kein Programm im Hintergrund, das sonst nicht auch läuft (Kontakte, Mitteilungen etc.). Ein Neustart schafft nur manchmal Abhilfe.
  • Das interne GPS funktioniert sehr gut, es dauert zwar ca. 10 min. um Satelliten zu finden,was im Normbereich liegt, bleibt dann aber konsequent im Kontakt, sogar im Bus (nicht am Fenster). Man ist also je nach Lage nicht unbedingt auf ein zusätzliches GPS-BT-Modul angewiesen.
  • Eklatantes Beispiel für den Menü-Irrsinn: A-GPS, internes GPS oder BT-GPS an- oder ausschalten geht nicht etwa unter Einstellungen im Menüpunkt “Karten”, sondern man findet diesen Punkt nur unter “Menü -> Programme -> Standort -> Standortinfo”. Ganz mies ist auch, dass man den Punkt “Programme” nicht als Shortcut legen kann! Mann kann zwar mit 2x Tippen auch dorthin gelangen, aber warum bitte geht das nicht? Jeden anderen Unsinn, alle vorinstallierten Programme etc. können auf Shorts gelegt werden. Wurde auch Zeit dass Nokia “sein Kronjuwel,” Symbian als open-source freigibt [spiegel.de]. Komisch, dass ausgerechnet bei den Finnen so Kirmes dabei heraus gekommen ist, so lange da viele Millionen reingesteckt wurden. Ich warte auf das erste freie community-OS, das nicht wie eine alpha-Version anmutet.