Surveys online selber machen

Ich habe ein hervorragendes Tool gefunden um kostenlos Leute auszufragen! Man hat viele Optionen, die Bedienung ist super einfach und die Auswertung auch… Toll! 3 Daumen hoch! [kwiksurveys.com]

Bitte nehmt an der unten stehenden Survey Teil! Wer sich an die Wahlen in der DDR oder dem Iran erinnert fühlt Wem nichts auffällt, der sollte wieder in die Schule gehen!

Wer jetzt meint “Ohhh, das Tool kenn’ ich schon, dass ist doch voll Schnee von gestern”, macht bitte nochmal die Survey oben!

Beängstigende Werbung

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Nanü? Was ist hier los? Werbung! Viel von dem was in kreativen Köpfen vorgeht bekommt der Verbraucher leider gar nie zu sehen. Schade! Vielleicht nicht so sehr in obigem Fall, wo mit Onkel Adolf für Ayurveda-Anti-Stress-Tee geworben wird – ja ganau! Anti-Stress-Tee! Etwas verquer, wie werberisch da der Bogen vom “GröFaZ” zum Kräutersud geschlagen wird. Mögliche Interpretation: Der Führer wäre ein anderer gewesen, hätte er mehr Rasayana Tee getrunken. Man weiß es nicht. Vegetarier war er ja.

Ein Positivbeispiel: Die unten stehende Kampagne wurde von “Corporate Chattisgarh” in Auftrag gegeben, einem der größten Business-Magazine in Indien. Sie richtet sich gegen religiös motivierte Gewalt und Attentate. Die Fragen sind typische religionskritische Fragen, die auf zentrale Probleme des interessanten Phänomens “Glauben” hinweisen.

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Diese und viele andere geistreiche und plumpe und böse Print- oder auch Video-Werbungen findet man auf der sehr genialen Seite scaryideas.com. Weil Werbung gut ist wird diese Seite in den Olymp der Net Favorites auf dieser, bestesten Seite *drumroll* im Internet: *tusch* aristophrenia.com aufgenommen!

Quelle [scaryideas.com]

music-map

Wer kennt das nicht – auf der Party fragt man sich als harter Itunes-DJ, was man als nächstes in die Jukebox hauen soll, ohne dass der Bruch so offensichtlich ist. Ein hervorragendes Tool, dass einem diese schwierige Aufgabe erleichtert ist music-map.de – Die Landkarte der Musik. Da muss man dann nur noch für einen fließenden Übergang sorgen…

Unglaublich was ich auf dieser Landkarte gefunden habe… Interessant, wieviel Platz um die herum ist – wie im wirklichen Leben!

Music Map der Kastelruther Spatzen

There’s a new Petition in town…

Endlich mal wieder eine Petition gegen den Wahnsinn – Gegen die “beschlossene” Einschränkung von Actionspiel-Spielern, seitens der Bundesinnenministerkonferenz.

Sign it! [epetitionen.bundestag.de]

Für alle die letztes mal bei der Bundestagswahl wählen waren: 10 von 16 Innenministern sind der CDU/CSU angehörig. Bis auf einen sind die anderen bei der SPD [siehe wikipedia.de]. Wie differenziert sich die Christdemokraten mit dem Internet und seinen “Gefahren” auskennen, war schon Gegenstand dieses Posts. Da wundert man sich über gar nichts mehr, das da die christliche Union der Innenminister zu einem solchen Beschluss kommt.

An alle die für Freiheit (im Internet) sind: Vielleicht nächstes Mal nicht die großen “Volksparteien” wählen? Dann kommt vielleicht in Zukunft nicht so ein gräßlicher Scheiss Murks dabei heraus, der aus absoluter Ignoranz geboren, die Bürgerrechte so stark einzuschränken sucht…

BTW: Innerhalb von 3 Wochen ~40.000 Mitzeichner. Zocker erhebt Euch! Gegen die Diskriminierung, für freie Spiele!!!

Richtig browsen.

Firefox erfreut sich wachsender Beliebtheit. Innerhalb von 24h wurde der Browser nach dem Update auf die 3.5er Version mehr als 8 Mio. Mal runtergeladen [heise.de]. Was daran liegen mag, dass es der beste Browser auf der ganzen Welt ist…

Jetzt gibt es aber bald wieder einen Grund doch den Internet-Explorer 8 zu benutzen. Denn wir wissen alle: The Internet is for prOn. Diesen Umstand nutze Micosoft um damit zu werben, dass es beim IE8 einen “InPrivate”-Modus gibt, in dem man keine Spuren von seinen Lieblings XXX-Seiten in der History hinterlässt. Großartig, dann kann man doch die Kinder den “Firmenlaptop” benutzen lassen.

Die Werbung von MS um auf dieses Feature hinzuweisen ist großartig. Und wurde deshalb eingestellt. Microsofts Markting Stars sind eben nicht wie unsere Stars…

Quelle: [heise.de]

Piraten? Piraten!

Wa ist da eigentlich los, im armen Somalia? In den Medien schon x-fach wiedergegeben: Die Situation in Somalia ist Schuld an der aktuellen “Pirateplage”. Welche Situation? Gemeint ist wahrscheinlich, das es sich bei Somalia um ein, im wahrsten Sinne des Wortes, “vergewaltigtes” Land handelt… Vergewaltigt von wem? Von allen! Dem eigenen Staatsoberhaupt, reichen Industriestaaten… Eigentlich alles was in Somalia in den letzten 50-60 Jahren politisch und wirtschaftlich passiert ist, muss einem einfach die Tränen in die Augen treiben.

Zur Geschichte in Kürze:

  • 1960 Unabhängigkeit von GB und Italien
  • 1969 Militärputsch und Machtergreifung durch Siad Barre (Ex-Hirtenjunge und Sozialist)
  • 1977 – 1978 Ogadenkrieg gegen Äthiopien, endet in Niederlage
  • 1980er Abkehr vom Sozialismus, Öffnung des Landes für den Westen, da von Russland im Krieg gegen Äthiopien hintergangen
  • 1991 Sturz Siad Barres und Beginn eines Bürgerkriegs
  • 1993 “Black Hawk Down” – Abschuss mehrerer US-Kampfhubschrauber in Mogadischu, Vorlage für den gleichnamigen Film
  • bis heute, Machtkämpfe und Krieg verschiedener Parteien und Warlords, keine funktionierende Zentralregierung

Fakten zu Somalia [CIA – The World Factbook]:

– 70% der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
– ca. 11% Säuglingssterblichkeitsrate
– Lebenserwartung bei Geburt 49,6 Jahre
– GDP (BIP) ca. $5,4 Mrd
– pro Kopf Einkommen ca. $600
– Religion vorwiegend sunnitisch-islamisch

Karte_Map_SomaliaQuelle Bild: [wikipedia.de]

Dieses Land wurde von allen vergessen. Halt! Nicht allen… Eine kleine (große?) Anzahl gewiefter Entsorgungsunternehmer, die den toxischen Abfall, der so in reichen Industrieländern anfällt, entsorgen, hat sich an Somalia erinnert. Schließlich ist ein Land ohne funktionierende Regierung und Küstenwache, dass sich seit fast 18 Jahren im Konfliktzustand befindet der perfekte “Abnehmer” für Sondermüll. Auch Fischereiflotten diverser Länder haben sich erinnert und sich innerhalb der somalischen Gewässer gütlich getan, schliesslich waren die Gewässer sehr fischreich – warum auch diese 200 Meilenzone beachten?

Ein leckerer Umstand. Einige Schiffe verklappen hochtoxischen Müll, Uran, alles was die Industrie so hergibt, an der Küste und in somalischen Gewässern und andere Schiffe überfischen dann das teils arg verseuchte Gewässer. Lecker Omega 3-Nuklearsäuren für Fischfans – so futtern die Leute in den Industriestaaten dann das Cadmium aus ihren Walkmanbatterien – der Kreis schliesst sich. Ist das denn alles so schlimm? Also der UNeP Report, der sich mit den Folgen der Tsunami befasst, beschreibt:

“Contamination from the waste deposits has thus caused health and environmental problems to the surrounding local fishing communities including contamination of groundwater. Many people in these towns have complained of unusual health problems as a result of the tsunami winds blowing towards inland villages. The health problems include acute respiratory infections, dry heavy coughing and mouth bleeding, abdominal haemorrhages, unusual skin chemical reactions, and sudden death after inhaling toxic materials.” (p. 135)

Quelle: [unep.org]

Aha. “Sudden death”, nachdem jemand was Giftiges eingeatmet hat. Fische tot, Grundwasser tot, Fischer tot. So schlimm geht das schon seit den 80er Jahren. Frei nach dem Motto, wo kein Kläger, da kein Richter. Obwohl Kläger gibt es viele: Greenpeace und diverse andere Verbände und NGOs weisen auf den Umstand des Giftmüllhandels gen Somalia schon länger hin [greenpeace.de], genauso wie auf die illegale Überfischung durch ausländische Fischerboote – was im Fachjargon als “Pirate-Fishing” bezeichnet wird [greenpeace.org]. Aber wer richtet es? Keiner…

Wem keiner hift, der hilft sich selbst. Und nun haben wir (die handeltreibende Weltgemeinschaft) das Problem in Form von Fischerbooten, die bis an die Zähne, mit allem bewaffnet, was der internationale Waffenhandel liefern kann, auf ihre eigene “Pirate-Fishing”-Touren gehen. Interessant ist, dass erst ein Frachter mit 33 russischen Panzern an Bord gekapert werden muss, damit auch im dösenden Europa und den gerüsteten USA, die Alarmglocken schrillen [welt.de]. Zack-bumm, gleich sind diverse Zerstörer vor Ort, alle Staaten entsenden ein bisschen Marine. Aber wieso? Damit die Fischer keinen Panzer klauen? Damit nicht noch mehr Waffentransporte aus dem Ostblock gekidnappt werden? Wegen der anderen Frachtschiffe, die teilweise schon monatelang gekidnappt vor Somalia in Piratenhand sind? Auf jeden Fall ist auf einmal die Weltpresse und -öffentlichkeit interessiert. Schließlich muss man Angst haben, dass die gebuchte Kreuzfahrt im Golf von Aden viel aufregender wird als gedacht, oder dass die Südfrüchte nicht rechtzeitig in Europa ankommen.

Armes Somalia. Wer sich mal über den Stand im Staat informieren möchte, sollte mal auf der Seite der Regierung vorbeischauen… Letztens wurde beinahe der Präsident der Übergangsregierung ermordet. Es hat dann nur den Bruder und einige Sicherheitsleute erwischt [somalia.gov]. Außerdem gibt es vermehrt “islamistischen Terror” von “islamistischen Gruppen” die “al Qaeda” nahe stehen (sollen)…

Aber Hauptsache, die Piraten klauen keine Frachter mehr mit Waren für Industrie-Staaten, deren Abfallprodukte aus der Herstellung schon in Somalia am Strand fläzen. Bon Apetit!

Konjunk-Tour

Mein lieber Mann – die Krise ist da, alle hats gepackt. Also was macht die KfW um dem Mittelstand ihr milliardenschweres Förderprogramm schmackhaft zu machen? Sie hat tief in die Tasche gegriffen und gas-betriebene Tour-Busse im Lounge Style ausgestattet, die durch Deutschland fahren um auf den Marktplätzen der Republik mit dem hilfsbedürftigen Mittelstand in Kontakt zu kommen. Wann ist er in deiner Stadt? [Tourdaten]

So kommt man bestimmt mit dem krisengebeutelten, kreditbedürftigen Mittelständler ins Gespräch – bei Kaffee und Kuchen nachmittags auf dem Marktplatz – im Tourbus. Ich stelle mir auch vor, dass sich jemand der finanziell und existenziell mit dem Rücken zur Wand steht, sich erst an einem Bistrotischchen so richtig öffnet. Vielleicht sollte man den Damen und Herren bei der KfW noch mitteilen, dass die Mittelständler die sind, die für ihr Geld lange und ganztägig einer Beschäftigung nachgehen müssen…

Aber die Idee zählt – Mehr Infos zu den Programmen und der Tour de Credite: [konjunktur-auf-tour.kfw.de]