Cadillac und die Reichsgrenzen 1940

Auch wenn man davon ausgehen kann, dass es durchaus einige US-Amerikaner gibt, die mit Geographie nicht so viel am Hut haben, sollte man annehmen, dass internationale (Betonung auf “inter”) Konzerne etwas versierter sind. Der ein oder andere US-Bürger würde ein Karte der Welt unter Umständen auch mal so zeichnen und sich die Blöße geben. Dass aber ein US-Autohersteller wie Cadillac, der zu GM gehört laut seiner “Global”-Seite davon auszugehen scheint, dass in den ehemals besetzten Gebieten, also von Litauen bis Bulgarien noch “Deutch” gesprochen wird, verblüfft! Wie anders sollte man sich erklären, dass in ehemals besetzten Ländern eine englische und “deutche” Version der Konzernhomepage angeboten wird? Aber warum wurde Frankreich und Norwegen vergessen?

Quelle: [cadillac.com]

Aber das liegt bestimmt daran, dass das Schulsystem in der Bushära ein wenig zu kurz gekommen ist und erstmal neue Geschichtsbücher her müssen… So von wegen Adolf ist tot und so.

Pressefreiheit + die CDU

So sieht der Wahlkampf bei der CDU aus. Vertreter vom Spiegel wollen zu einer Veranstaltung zu der offiziell per Pressemitteilung eingeladen wurde. Aber es sind nicht alle eingeladen… Der Spiegel muss draußen bleiben. Warum? Darum!

So bleibt die liebe Ursula wenigstens ihrer Linie treu. Was Sie nicht haben will, muss draussen bleiben. Oder es kommt ein Vorhang davor. Herrlich!

Video auf [spiegel.de].

Mein Gott, das wird hier ja das reinste CDU-Bashing… Aber bei so viel Futter. Was soll man dazu sagen?

DingDong – 14

Mal wieder was neues aus dem schönen Freistaat… Herr Hermann, bayerischer Innenminister, forderte jüngst, dass die Netzsperren im Internet auch auf rechtsextreme Inhalte auszuweiten. [zeit.de]

Ich persönlich würde Herrn Hermann, den wir ja schon im Zuge anderer, sehr qualifizierter Forderungen kennen gelernt haben (s. Post Ding Dong – 13), bitten, weiter so hervorragende Salven in die Knie seiner Partei abzugeben.

Ob ein Verbot rechtsextremer Inhalte nun angebracht ist, oder nicht, sei einmal dahingestellt. Bessere Wahlwerbung für die Piraten konnte Herr Hermann aber nicht machen. Schließlich lässt die Leichtfertigkeit, mit der hier Sperren von diesem und jenem politischen Spektrum gefordert werden in der Tat Ängste aufkommen, dass die Sperre von Kiddie-Porn erst der Anfang war. Morgen dann die Antifa-Homepage, Übermorgen die Taz-Seite und wo wir grad dabei sind, sowieso alle Killerspiel- und Pokerseiten…

Hauptproblem ist, dass hier anscheinend versucht wird, eine Verbotskultur zu etablieren, die man sonst eigentlich nur von extremen politischen Spektren kennt. Man besinne sich: diese Forderungen stammen nicht aus Nordkorea und kommen von einer “Volkspartei”. Herzlichen Glückwunsch! Eine Alternative, wie zum Beispiel mehr in Bildung und politische Aufklärung zu investieren wurde und wird zwar permanent gefordert – aber Forderungen sind nur das Gerippe, häufig verleiht erst ein wirkliches Budget einer Idee das nötige Fleisch um Gestalt anzunehmen. Ja, das richtet sich gegen die verquere Spar-Bildungspolitik der letzten Jahre…

Naja, zurück zum Thema: vielleicht sollte Herrn Hermann jemand das mit den STOP-Schildern im Internet nochmal erklären. Herr Hermann: Die Inhalte sind nicht weg!!! Man kann sie nur geringfügig schwieriger erreichen!

So ungefähr muss man sich die Funktionsweise von Stoppschildern vorstellen:

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Bildquelle: [mediengestalter.cc]

Picdump # I

Ab heute gibt es eine neue Kategorie hier bei aristophrenia – “Die garstige Realität” – eine Kategorie für die visuellen Auf- und Abgründe des Alltags.

Enjoy…

GalleryBild

Quer gelesen

Dieser Tage auf Spiegel-Online…

Es war einer der letzten großen NS-Prozesse, der Angeklagte Josef Scheungraber bestritt stets die Vorwürfe – nun ist der frühere Wehrmacht-Kompaniechef in München zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er war 1944 für die Ermordung von zehn Italienern in der Toskana mitverantwortlich, so das Gericht.

München – Der 90 Jahre alte Josef Scheungraber ist am Dienstag in München wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Schwurgericht war nach knapp elfmonatiger Beweisaufnahme überzeugt, dass der damalige Kompaniechef eines Gebirgspionierbataillons 1944 in der Toskana den Befehl zu einem Vergeltungsschlag für den Tod zweier Soldaten gegeben hat. Insgesamt 14 italienische Zivilisten starben.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe während des elf Monate dauernden Verfahrens stets bestritten. Die drei Verteidiger von Scheungraber plädierten für ihren Mandanten vergeblich auf Freispruch. Die Staatsanwaltschaft und nun auch das Gericht sahen es hingegen als erwiesen an, dass Scheungraber maßgeblich an einer Racheaktion an Zivilisten nach einem Partisanenüberfall auf drei deutsche Soldaten beteiligt war.

Josef Scheungraber soll demnach Ende Juni 1944 als Kompanieführer im Gebirgspionierbataillon 818 im italienischen Falzano di Cortona, zwischen Arezzo und Perugia gelegen, den Befehl zu zwei Vergeltungsanschlägen für einen Partisanenangriff gegeben haben. Als Leutnant soll er seine Männer beauftragt haben, “die Gegend systematisch zu durchsuchen und mehrere angetroffene, vorwiegend männliche Personen festzunehmen”, sagte Staatsanwalt Hans-Joachim Lutz. Wer sich der Festnahme entzog, sollte auf der Stelle erschossen, die Festgenommenen an einen zentralen Ort gebracht und dort getötet werden.

…”

Quelle: [spiegel.de]

“Chaim Miller bereut bis heute nichts von dem, was er als junger Mann im Sommer 1945 in Norditalien getan hat. “Damals war es genau das Richtige”, sagt der 88-Jährige ohne zu zögern. Genau das Richtige bedeutete: Entführen, vernehmen, hinrichten. Heute zählt er viele Deutsche zu seinen Freunden und würde so etwas niemals wieder tun, “doch nach dem Krieg waren die Bedingungen völlig anders”. Es habe keinen Staat Israel und kein funktionierendes Rechtssystem gegeben, das die deutschen Verbrechen angemessen hätte verfolgen können. Miller und seine Mitstreiter quälte das Gefühl, dass nur ein paar NS-Größen festgenommen wurden. “Die anderen hat man einfach laufen lassen.”

Soldaten der “Jüdischen Brigade” blieben nach Kriegsende in der italienischen Kleinstadt Tarvisio an der Grenze zu Österreich, um zu helfen, jüdische Flüchtlinge nach Palästina zu schleusen. Gleichzeitig bildeten sich kleine Trupps, die nach SS-Leuten mit blutiger Vergangenheit fahndeten. “Wir erhielten Tipps und Namen von Titos Geheimdienst”, erzählt Miller. Um nicht aufzufallen, verdeckten die jüdischen Soldaten den Davidstern, der sonst stolz auf ihrer Uniform prangte. Sie wollten aussehen wie normale britische Soldaten.

Die Nazi-Jäger fuhren über die Grenze nach Österreich, gaben sich als britische Militärpolizisten aus und luden gefangene SS-Männer auf ihre Wagen, vorgeblich um sie zur Vernehmung zu bringen. Dann kehrten sie zurück über die Grenze und fuhren in entlegene Waldstücke. “In dem Moment ahnten die meisten, dass wir keine britischen Polizisten sind”, erinnert sich Miller. “Sie hatten Angst.” Die Entführten wurden verhört, manchmal stundenlang. Man suchte nach verräterischen Blutgruppen-Tätowierungen unter dem Arm, die nur SS-Angehörige hatten. Manche leugneten alles, andere waren geständig. Am Ende urteilte ein Standgericht und verlas ein Todesurteil – “im Namen des jüdischen Volkes”.

Was anschließend geschah, nennt Miller nicht beim Namen. Er umkreist es mit Andeutungen, spricht nicht von Exekutionen, sondern von “Dingen”, die dann passiert seien. “Sie haben für ihre Verbrechen bezahlt. Sie sind alle im Wald geblieben.” Bei zehn Hinrichtungen sei er anwesend gewesen. Einmal habe er selbst abgedrückt. Nur einen Mann ließ seine Gruppe wieder frei, weil sie sich nach dem Verhör unsicher geworden waren. “Wir wollten nur die bestrafen, die nachweislich Verbrechen begangen haben”, sagt er.

…”

Quelle [einestages.spiegel.de]

Unbedarftes Ausland

Woanders sind die Dinge anders. Gesehen in einem Museum in einem fernen Nordland…

Museum

“Da kommt der Führer”, riefen die Kinder der insgesamt sehr beleibten Familie aus Sack (bei Legau) aufgeregt, bevor die Tour losging. Hui, meine Fantasie hat heute aber Weinfest.

Thanks to: Mrs. S. für das Bild

Grüße aus Spamistan

Manchmal geht der Tag gut los – da macht man das Emailprogramm auf und siehe da, da hat sich was am Spamfilter vorbeigemogelt. Echt grandios diese Spam-Comedy…

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ANTRAG AUF PREIS ANTRAGSFORMULAR – E (Eingang Amtsblatt
Notification Letter)
ANSPRUCH, DER FORM VERARBEITET

1.Vollständiger Name:
2. Adresse:
3. Geburtsdatum:
4. Geschlecht:
5. Telefon:
6. Mobile:
7. Beruf:
8. Nationalitit:
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Herzlichen Glückwunsch noch einmal, vergessen Sie Ihre Angaben,und dies für die Art und Weise von der öffentlichen Bekanntmachung.
Vice President,
Don Garcia Jose

Die Hervorhebungen sind von mir. Die Telefonummer / Email hab ich mal rausgenommen, nicht dass der arme Mann noch terrorisiert wird… Meine Email-Adresse wollte immer schon mal eine Million ünd fünfzig in der Jackport-Lotterie gewinnen. Vergessen Sie Auf preis Rechtschreibung im ottgraFie Arsch Ohne Angaber *CIALIS*.
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