Archive for November, 2009

HP loves this planet!

Thursday, November 5th, 2009

Ein Träumchen… Hewlett Packard, ein schönes großes Unternehmen, dass die Welt mit den Druckern und Computern versorgt, die sie braucht. Das ist zuweilen ein schmutziges Geschäft, man verbaut Hauptplatinen, die irgendwo in der 2,5ten Welt hergestellt werden, muss sich mit defekten Geräten und Kunden herumschlagen, Unmengen an Hardware versenden und Retouren bearbeiten etc. Da die ganze Herstellungskette und auch das Recycling ziemlich ressourcenfressende Angelegenheiten sind und HP das weiß und die Kunden das wissen, hat HP natürlich auch schon was für den Umweltschutz getan. Ganz viel natürlich. Computer und Drucker kaufen ist somit fürs Gewissen, was der Kirchengang fürs Seelenheil.

Woran man sowas festmachen kann: HP hat die Erde lieb, HP hat Aktionen ins Leben gerufen wie “Power To Change” [hp.com] und eine Seite mit Umweltvideos “Enviromental Theater” [hp.com] – das mutet wahrscheinlich nur auf Deutsch etwas eigenartig an. Wie ernst HP das ganze Theater wirklich ist, sieht man…

Hier der Beweis:

Kläääck määch!

Quelle: [forum.notebookreview.com]

Hat zwar nix mit der Umwelt zu tun – aber es ist einfach ungut, bei einem USB Drucker kein USB-Kabel beizulegen. Das geht einfach nicht. Ist aber bei vielen HP-Modellen nicht mit drin… Bääääh!

EDIT: Anscheinend liefert HP (wie viele andere Druckerhersteller auch) seine Laser-Neugeräte mit halbvollen Tonern aus. Die sind wirklich gute Christen und Umweltschuützer. Da produziert man einen Drucker und eine Kartusche, die dann nur halb befüllt wird… Bei so einem Riesenladen wie HP möchte ich lieber gar nicht hochrechnen, was das für eine Energiebilanz ist, wenn man den Transport fürs Neugerät + halbevolle Kartusche, das Recycling der Kartusche, die neu bestellte Kartusche, den Transport etc. zusammenrechnet. Pfui HP! Schnell nochmal die Videos von wegen Planet und Verantwortung und sauber und so anschauen…

Panikflu H1 – Ne1N

Thursday, November 5th, 2009

Ein schönes Schauspiel was sich dieser Tage bietet, wenn man in die Zeitungen und auch den TV schaut: Man übt sich in Panikmache. Die eine (überwiegende) Seite, die Ratschläge gibt, wo und wie man sich möglichst schnell gegen die bösen Erreger immunisieren kann und auf die Gefahren hinweist, die drohen, wenn man sich nicht impft [aerztekammer-berlin.de]. Da werden Parallelen zur spanischen Grippe gezogen, die in den 20er Jahren die Opferzahlen des 2. Weltkrieges vorwegnahm [spiegel.de], da werden groteske Rituale propagiert, wie der (wohl nicht ganz ernst gemeint) Airshake [airshake.be] oder der (ernstgemeinte) Japan-Knicks [buero-alltag.de], um ja nicht einen Kranken, einen Menschen der einen Kranken oder die Türklinke, die ein Kranker angefasst hat, anzufassen. Einiges macht durchaus Sinn, vielleicht waschen sich jetzt endlich mehr Menschen die Hände auf deutschen Toiletten (3x am Tag!) und desinfizieren lieber zweimal das Kinderzimmer, nachdem die Putzfrau da war (die kommt ja schliesslich rum, durch ihren Job – man weiß ja nie)…

Die andere Seite übt sich in moderaten Ratschlägen, die Risiken abzuwägen, abzuwarten und vielleicht auch zu hinterfragen, warum es gerade bei dieser Infektionswelle soviel aus der Geschichte zu lernen gibt [tagesspiegel.de]. Andere gehen weiter, schaffen Tatsachen und zeigen die WHO, Regierungen, Pharmakonzerne, Ärztevertreter, Minister, Barack Obama und die Welt an, einen viralen Genozid zu planen und durchzuführen. Hört sich nach interessanter Prosa an, ist es auch. Eine die genau dies getan hat, ist Jane Bürgermeister… [gesundheitlicheaufklaerung.de]. Und es scheint viele zu geben, die ihre Behauptungen für eine korrekte Darstellung der Wirklichkeit halten. Man nehme dieses Interview-Video mit einem Herrn Tarzan Mental-Institution [youtube.com]. Kann man dies als Beweis dafür hernehmen, dass die Wirklichkeit individuell konstruiert wird? Insgesamt macht die Sache mit der Frau Bürgermeister den Anschein eines netten Internet-Hoaxes. Wenn nicht würde ich mich anbieten ein Podium mit ihr und Herrn von Däniken zu organisieren.

Zum Abschluss vielleicht noch ein Realitäts-Check:

BERLIN. Durch die Grippewelle zu Beginn dieses Jahres sind nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts in Deutschland 15 000 bis 20 000 Menschen gestorben. Opfer waren überwiegend alte Menschen, sagten die Influenza-Experten gestern in Berlin.

Die Influenzawelle gehörte zu den heftigsten der vergangenen Jahre. Bis zu sechs Millionen Deutsche konsultierten einen Arzt. In “normalen” Jahren sterben 5000 bis 8000 Menschen an Grippe. Der Wissenschaftler Joachim Szecsenyi von der Universitätsklinik Heidelberg forderte nachdrücklich zur Impfung auf. Sie sei der wirksamste Schutz. In der Risikogruppe der über 60jährigen läßt sich nicht einmal jeder zweite impfen. (…) dpa

Quelle: [abendblatt.de]

Diese Pressemitteilung ist von 2005… Klingelts?